Voraussetzungen für die Praxisübungen mit DTG (3)
Erste praktische Übungen mit oder ohne DTG
Die praktischen Durchführungen lässt man sich am besten von einem Tauchausbilder vorzeigen, damit sich nicht unnötige Fehler einschleichen, die später schlecht korrigiert werden können.
Die meisten Menschen lernen durch die visuelle Methode sehr schnell. Daher ist die Vermittlung durch den Tauchlehrer*in sehr zu empfehlen, um gleich ohne Fehler den Einstieg ins Schnorcheln zu schaffen.
Mit den Flossen sollte nicht gegangen werden (wenn es nicht zu umgehen ist, nur rückwärts), da die Flossen durch ihre gewölbte Unterseite nicht zum Gehen geeignet sind und die Sturzgefahr und Beschädigung der Flosse erhöht werden.
Da die Flosse eine Verlängerung unserer Beine sein soll, ist sie gewölbt und bildet im Flossenblattbereich eine gerade Linie mit dem Unterschenkel. Nur so ist ein guter Vortrieb bei richtiger Technik unter Wasser gewährleistet.
Atmen über und Unterwasser mit oder ohne DTG
Deine Atmung über Wasser erfolgt in der Regel unbewusst. Damit du jedoch auch unter Wasser deine Atmung unter Kontrolle hast und richtig reagieren kannst, sollst du nun bewusst atmen. Hierzu üben wir zunächst an Land die Trennung der Atmung in die Einatemphase und die Ausatemphase.
Du übst mit deinem Ausbilder –die Einatmung über den Mund und die Ausatmung über den Mund.
- die Einatmung über die Nase und die Ausatmung über die Nase
- die Einatmung über die Nase und die Ausatmung über den Mund
- die Einatmung über den Mund und die Ausatmung über die Nase Besonders die letzte Kombination wird für die Koordination unter Wasser sehr wichtig sein und sollte deshalb ausführlich geübt werden.
Dein Tauchlehrer macht Dir die Übungen vor und leitet Dich an:
Einfach einatmen, den Kopf ins Wasser halten und durch die Nase ausatmen. Dies muss unbedingt beherrscht werden, um den so genannten Wasser-Nase-Reflex in den Griff zu bekommen. Kann der Wasser-Nase-Reflex nämlich nicht unterdrückt werden, so verhindert er das Ausatmen durch die Nase derart, dass du entweder überhaupt keine oder nur zögerlich und stoßweise Luft aus deiner Nase ausatmen kannst.
Wird dieser erste Schritt dann nicht so lange geübt, bis durch dieses Training der Wasser-Nase-Reflex beherrscht wird, so können auch nachfolgende Übungen wie zum Beispiel das Ausblasen der voll Wasser gelaufenen Maske nicht gelingen. Ganz besonders wichtig ist das Beherrschen des Wasser-Nase-Reflexes jedoch, wenn du mit Drucklufttauchgerät und ohne Maske tauchst, da anderenfalls die Atmung blockieren kann. Daher ist es nötig, diese und jede nachfolgende Lektion so lange zu üben, bis sie funktioniert.
Etwas komplexer ist es dann schon, die Ausatmung über die Nase mit der Einatmung über den Mund zu koordinieren. Aber auch das muss beherrscht werden, damit später das Tauchen mit DTG ohne Maske funktioniert. Es muss nicht gleich alles 100% funktionieren. „Übung macht den Meister“.
In der ersten Phase wirst du dazu nach dem Einatmen über Wasser so tief in die Hocke gehen, dass der Mund schon im Wasser ist, sich die Nase aber noch über Wasser befindet. Nun wird über die Nase ausgeatmet.
Wasser-Nase-Reflex
Im normalen Leben über Wasser funktioniert die Nase wie ein Einatmungs- und Ausatmungsventil, vor allem bei der gewohnheitsmäßigen Ruheatmung. Im Wasser muss die Funktion des Einatmungsventils förmlich unterdrückt werden, denn die Einwirkung des Wassers auf die höher gelegenen Nasenschleimhäute löst reflektorisch eine Art Schutzreaktion aus, die zum „Atmungsstopp“ führt.
Bei der anschließenden Einatmung können heftige Störungen bis hin zum Stimmritzenkrampf auftreten. Andererseits kann man den Kontakt des Wassers mit dem unteren Teil der Nasenschleimhaut mit Training erträglich machen. Hierzu ist es notwendig, die normalen Atemreflexe zu modifizieren, d.h. die beiden Atemphasen Einatmung/Ausatmung müssen entsprechend den Anforderungen beim Tauchen getrennt werden. Einatmung ausschließlich durch den Mund, Ausatmung durch die Nase!
Die Ausatmung durch die Nase wird auch nötig, um den Umgebungsdruck in der Maske auszugleichen und die höher liegenden Nasenschleimhäute vor Wasserkontakt zu schützen. Durch Übung kann erreicht werden, die Nasenhöhlen durch Muskelblockade der Nasenscheidewand im mittleren Teil der Nase zu isolieren.
Trainingsübungen zum Wasser-Nase-Reflex:
- nach vorheriger Einatmung Eintauchen des Kopfes mit offenen Augen in ein mit Wasser gefülltes Waschbecken,
- hierbei Ausatmung durch die Nase,
- Einatmung über den Schnorchel mit dem Mund, wobei das Gesicht ins Wasser
- getaucht ist und die Augen geöffnet sind,
- im Schwimmbad schnorcheln mit hoch
geschobener Maske und geöffneten Augen

